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Innovation im Mittelstand

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Wir gründen ein ZIM-Innovationsnetzwerk! Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Innovation schaffen im Bereich hochautomatisiertes Fahren und elektrische Antriebe im Nutzfahrzeugbau. Was ist ein ZIM-Netzwerk? Wie kann man mitmachen? Oliver Sagner von der Wirtschaftsförderung Bochum erzählt uns im Interview mehr über Entwicklung und Innovation im Mittelstand und über die Förderung im Rahmen des Programms.

ZIM steht für Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand. Hinter dem Förderprojekt steht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Der Hintergedanke: kleine und mittelständische Unternehmen haben in aller Regel keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Das Netzwerk soll ihnen helfen, sich mit anderen Partnerunternehmen auszutauschen. Im Gegensatz zu vielen anderen Förderausschreibungen ist ZIM ein relativ niederschwelliges Projekt, in das man mit einem Unternehmensnetzwerk einsteigen kann. Dabei kann man entweder ein einzelnes gemeinsames Projekt fördern lassen oder auch gleich mehrere. So möchte das Programm Innovation im Mittelstand antreiben.

Die Wirtschaftsförderung Bochum unterstützt unter anderem bei der Findung von Netzwerken sowie der Projektentwicklung. Oliver Sagner aus dem Bereich Technologie und Innovation ist der Manager unseres zukünftigen Netzwerkes. Im Interview erzählt er mehr über das Förderprogramm ZIM und unser Netzwerk IFAN.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um gefördert zu werden?
Die Voraussetzungen sind sehr niederschwellig – so ist ZIM komplett themenoffen. Großkonzerne werden nicht gefördert. Sobald man irgendwie über 1.000 Mitarbeiter oder eine eigene FuE-Abteilung hat, ist man raus. ZIM richtet sich an den Mittelstand und kleine Unternehmen. Das ist die Grundvoraussetzungen. Man braucht für das Netzwerkmanagement einen Netzwerkmanager als Intermediär, der aus einer Hochschuleinrichtung oder, wie bei uns, aus einer Wirtschaftsförderungseinrichtung kommt. Weitere harte Voraussetzungen gibt es nicht, die man erfüllen muss. Die soften Voraussetzungen sind natürlich, dass man sich untereinander versteht und gut miteinander arbeiten kann.

Was sind die Aufgaben eines Netzwerkmanagers?
Das Projekt ist in zwei Phasen unterteilt. Die erste Phase geht ein Jahr und die zweite Phase kann ein bis drei Jahre dauern. In der ersten Phase schreibt der Netzwerkmanager mit den Unternehmenspartnern die Projektanträge. Am Anfang sind neue Produktideen oft relativ krude und müssen noch im Detail ausgearbeitet werden. Es müssen Pläne erstellt werden, welcher Unternehmenspartner welche Aufgaben umsetzt. Diese Aufgaben geht man gemeinsam mit dem Netzwerkmanager an. In der zweiten Phase werden die Projekte gemeinsam umgesetzt. 

Warum werden deiner Meinung nach vor allem Digitalisierungsprojekte gefördert?
Es ist momentan ein großes Trendthema in allen Bereichen. Bei uns ist das so: Vor zwei Jahren haben wir angefangen, uns in Bochum umzuschauen, wie so das Interesse am Thema des autonomen Fahren ist. Das wird in der Mobilität als Nächstes kommen, es wird bereits viel in dem Bereich geforscht. Viele Unternehmen hatten Interesse und schon 1-2 Mal in die Richtung gedacht, und deswegen knüpft unser Netzwerk an dieser Idee an. Autonomes Fahren selbst liegt noch ein paar Jahre in der Zukunft, im Moment sind wir beim hoch automatisierten Fahren. Dabei sitzt noch jemand hinterm Steuer, der eingreifen kann, und das Auto übernimmt nur gewisse Funktionen selbstständig.

Wie geht es nach Ende der Förderung weiter?
Begrenzungen für die Nutzung der entwickelten Produkte gibt es keine. Im Anschluss an die zweite Phase kann man sich sogar die Markteinführung fördern lassen.

Womit wird sich unser Netzwerk, IFAN, beschäftigen?
IFAN steht für Innovationsnetzwerk für hochautomatisiertes Fahren und elektrische Antriebe im Nutzfahrzeugbau. Für die AI-Gruppe, die aus dem Softwarebereich kommt, ist dabei die Softwareentwicklung interessant. Wir haben uns auf den Nutzfahrzeugbau konzentriert, der eine größere Palette an Fahrzeugen abdeckt als der PKW an sich. Momentan sind wir sieben Unternehmen, aber weiterhin offen für weitere Partner – wer Interesse an einer Zusammenarbeit hat, ist herzlich eingeladen!

 

Kontakt
Oliver Sagner
Technologie und Innovation
Bochum Wirtschaftsentwicklung

0234 610 63 159
oliver.sagner@bochum-wirtschaft.de

 

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