Skip to main content

AI-Gruppe unterstützt Smart-City-Engagement der Stadt Bochum

|   Gruppe.ai

Die AI-Gruppe freut außerordentlich über die Ankündigung der “Smart City Bochum”. “Die Digitalisierung unserer Heimatstadt liegt uns allen am Herzen”, sagt COO Stephan Bökelmann. Seine Unternehmensgruppe, seit 2008 in Bochum beheimatet, will daher mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Die vor 20 Jahren gegründete AI-Gruppe und ihre Töchter steht für die gesamte Bandbreite der Welt 4.0: Von der Digitalisierung der Prozesse für Marktführer im Maschinenbau und für die produzierenden Industrie bis zu smarten E-Commerce und Web-Lösungen für Klein- und Mittelständler - und zwar mitten aus Bochum-Riemke.

Smart City Bochum entscheidet über den Erfolg der Stadt

Smart-City-Projekte werden in den kommenden Jahren erheblich zur Attraktivität einer Stadt beitragen. „Corona zeigt uns, dass die Digitalisierung eine der zentralen Herausforderungen ist“, sagt Stephan Bökelmann. Den Vorstoß der Stadt, das Wissen innerhalb Bochums nun zentral zu bündeln und Projekte zu koordinieren, lobt der stellvertretende Geschäftsführer der AI-Gruppe daher ausdrücklich.

Die Stadt hat angekündigt, eine „Smart City Innovation Unit“ aufzubauen. Diese soll laut dem Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklung, Ralf Meyer, dienen, die Entwicklung der Stadt Bochum zur Smart City deutlich zu beschleunigen. Neben städtischen Unternehmen sind unter anderem auch die IHK Mittleres Ruhrgebiet und die Sparkasse an der Unit beteiligt.

Als führender Spezialist für Sensorik, Datenanalyse und -verarbeitung hat die AI-Gruppe bereits mehrere smart-city-fähige Projekte umgesetzt, die nicht nur der Stadt Bochum und ihrer Einwohner zu Gute kommen. Exemplarisch stehen hier der Hackathon 8IN48, der im vergangenen Jahr 2020 der Feuerwehr in Digitalisierungsfragen half, und das Unwetterwarnsystem 25square.

Hackathon bringt smarte Feuermelder für die Feuerwehr Bochum

Der Hackathon 8IN48 ist seit mehreren Jahren die Herausforderung für Bochumer Kreative vom Grafiker bis zum Entwickler: Innerhalb von nur 48 Stunden müssen sie eine Idee in ein (fast) produktionsreifes Produkt umsetzten. „In der Zeit wird wenig geschlafen, dafür sind die Ideen des ‘8IN48’ Hackathons wirklich preiswürdig”, sagt Stephan Bökelmann.

Die Aufgaben des Hackathons, sogenannte Challenges, entstehen nicht innerhalb der AI-Gruppe, sondern bei Institutionen und anderen Unternehmen der Stadt Bochum. 2020 hat sich unter anderem die Feuerwehr Bochum beteiligt, die kreative Lösungen zur Brandvorbeugung gesucht hat. Gewonnen hat der smarte Rauchmelder eines dreiköpfigen Teams. „Die Ergebnisse haben uns schwer beeindruckt und von daher sind wir alle froh, dass wir uns als Challenge-Geber beteiligt haben”, lobte Simon Heußen, Amts- und Institutsleiter Feuerwehr und Rettungsdienst Bochum das Format im Rahmen der Preisverleihung.

"25square": Wissen aus New York nach Bochum gebracht

Ein zweites Projekt für Bochum ist 25square, gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Gemeinsam mit dem Bochumer Beratungsunternehmen Okeanos Consulting findet die AI-Gruppe Lösungen, um Starkregenereignissen gelassener entgegenzusehen. Diese Unwetter haben alleine im Jahr 2018 einen Versicherungsschaden von rund 124 Millionen Euro verursacht.

Das Problem bei den derzeitigen Wetterdaten und Warnsystemen: Experten und Computer berechnen Unwetter und ihre Verläufe über sehr große Bereiche, da ein kleinteiliges und flächendeckendes Messsystem fehlt.

Statistiken aus New York haben dabei gezeigt, dass sich Starkregen schon auf wenigen Quadratmetern sehr unterschiedlich auswirkt. Kurz: „Wenn es in Riemke noch trocken ist, geht das Bermuda-Dreieck vielleicht schon unter”, sagt Tabea Röthemeyer, Research Engineer and Physicist bei Auto Intern. Die New Yorker Auswertungen zeigen. dass herkömmliche Messinstrumente diese lokalen Unwetter kaum zufriedenstellend erfassen können und dementsprechend Bürger nur schlecht gewarnt werden können beziehungsweise unnötig in Panik versetzt werden.

Für die Lösung hat die AI-Gruppe Erfahrungen aus der Industrie und der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) auf den Katastrophenschutz übertragen: 25square setzt kostengünstige und wartungsarme Messzellen ein, die sich schnell an Straßenlaternen und anderen Pfosten montieren lassen. „Dank unserer intelligenten Software können wir mit den vielen kleinen Sensoren sogar die Bewegung des Regens problemlos nachverfolgen”, sagt Tabea Röthemeyer.

Mit den Daten der Innovation können der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Landesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) deutlich effizienter und flexibler auf Starkregen reagieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. 

Produziert werden die Sensoren und die Software selbstverständlich in Bochum. 

Smart City braucht offene Schnittstellen, offene Daten und offene Kommunikation

Die Digitalisierung der Gesellschaft und damit auch der Städte ist die zentrale Herausforderung. Deswegen setzt das von der Stadt initiierte Netzwerk an der richtigen Stelle an. „Die Ergebnisse werden am Ende über den Erfolg und die Attraktivität der Stadt Bochum entscheiden. Als Standort für Unternehmen. Als Heimat von alten und neuen Bochumern“, sagt Stephan Bökelmann.

In der ersten Phase haben zahlreiche Bürger ihre Ideen zur Smart City an die Stadt herangetragen. Und auch die heimischen Unternehmen haben großes Interesse, Smart City mit Leben und Innovationen zu füllen. „Dafür brauchen wir vor allen Dingen einfache und niedrigschwellige Prozesse, um unsere Ideen schnell in der Stadt testen und umsetzen zu können“, betont Stephan Bökelmann.

Er fordert damit das Smart City Innovation Unit und die Stadt auf, die richtigen Bedingungen zu schaffen. Dafür braucht es offene Kommunikation, also Kanäle, über die sich Akteure und Interessierte „auf dem kurzen Dienstweg“ austauschen können. Es braucht offene Daten, die die beteiligten verarbeiten können und es braucht auch offene Schnittstellen, um die Stadt wirklich smart zu machen.

Stadt stellt Smart-City-Konzept ins Netz

Wer sich von dem Konzept der Stadt Bochum überzeugen möchte, findet eine Übersicht als PDF auf der Website der Stadt Bochum.

Von Frank Vincentz / CC BY-SA 3.0