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Max vernetzt sich die Welt, wie sie ihm gefällt

Um die Welt zu verstehen, braucht es eine gute Ausbildung. Und diese Ausbildung braucht Spezialisierung, insbesondere in der Welt der Fachinformatik. Deswegen begann 2020 der erste Ausbildungsjahrgang zum Fachinformatiker für Digitale Vernetzung. Unser Kollege und Azubi Maximilian Siebert ist einer der Ersten, die dabei sein dürfen.

Maximilian Siebert ist einer von 52 jungen Menschen in Deutschland, einer von dreien in NRW und der Einzige im IHK-Bezirk Mittleres Ruhrgebiet, die dank der Neuordnung der IT-Ausbildungen zum 1. August in ein völlig neues Berufsbild starten dürfen. „Die Welt braucht digitale Vernetzung und damit braucht die Welt uns“, sagt der Azubi.

Fachinformatiker für Digitale Vernetzung schreiben Chatprogramme für Roboter

Nach einem guten halben Jahr als Auszubildender hat er bereits skAInet, das Ingenieursbüro der AI-Gruppe, unterstützt und kümmert sich um die Serverlandschaft der Unternehmensgruppe. Das ist aber höchstens ein Zwischenschritt auf seinem Weg zum Fachinformatiker. “Am Ende der Ausbildung wird er Chatprogramme schreiben können”, sagt COO Stephan Bökelmann. Diese sollen aber keine menschliche Unterhaltung unterstützen, sondern die Kommunikation zwischen zwei Maschinen. Drei große Themen seiner Ausbildung sind: 

  • Die Machine-to-Machine-Communication
  • Die Bereitstellung von Human-Machine-Interfaces, als die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine
  • Die Steuerung von BUS-angebunden Messsystemen von der einfachen Temperaturmessung bis zu großen Prozessgesteuerten Leitsystemen wie WinCC und EPICS (Experimental Physics and Industrial Control System). 

Azubi unterstützt großes Predictive-Maintenance-Projekt

Zu den großen Projekten in seinem ersten Ausbildungsjahr bei der AI-Gruppe gehört ein Predictive-Maintenance-Projekt für einen bekannten Kunden aus Süddeutschland. Das Sensoren-System soll Lagerschäden an Motoren vorhersagen. Dafür überwacht und protokolliert unsere Neuentwicklung Ströme, Spannungen, Vibrationen und Temperaturen der einzelnen Motoren.

“Unser Ziel ist es, anhand der gesammelten Daten vorherzusagen, wann der Motor ausgetauscht werden muss”, sagt der mitverantwortliche Lead Engineer René Glitza. Damit senkt der Kunde das Risiko eines ungeplanten Produktionsausfalls, weil Wartungsarbeiten besser in den Ablauf integriert werden können. 

Testsystem wird im Mai erstmals ausgerollt

Den Testaufbau im skAInet-Labor hat Max Siebert übernommen. “Damit die Sensoren verschlüsselt mit dem Computer kommunizieren können, habe ich zum Beispiel die entsprechenden Protokolle ausgewählt und die Rechner entsprechend konfiguriert”, gibt der Auszubildende einen Einblick in seine Arbeit.

Aber nicht nur softwareseitig hat er das Team der Ingenieure unterstützt, auch in Sachen Hardware war seine Hilfe gefragt: Er hat die Kabel gezogen, damit Strom und Daten fließen können, alles platzsparend aufgebaut und so in das Netzwerk der AI-Gruppe integriert, dass Softwareingenieurin Tabea Röthemeyer, René Glitza und Lead Engineer Joel Heinrichs von ihrem Büro aus den Status von Motoren analysieren können-. 

Das System hat seine Testphase übrigens erfolgreich abgeschlossen und wird im Mai 2021 in die ersten 20 Systeme des Kunden integriert. 

„IHK setzt mit den neuen Ausbildungsberufen die richtigen Schwerpunkte für die Welt 4.0“

COO Stephan Bökelmann lobt die Neuordnung der IT-Ausbildungsberufe: „Die IHK setzt mit den neuen Ausbildungsberufen die richtigen Schwerpunkte für unsere Welt 4.0“. Neben den beiden etablierten IT-Ausbildungsberufen zum Fachinformatiker für Systemintegration und für Anwendungsentwicklung bietet die Deutsche Industrie- und Handelskammer seit August 2020 eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Prozess-/Datenanalyse zusätzlich an. Stephan Bökelmann, der auch als ehrenamtlicher Ausbildungs-Prüfer für die IHK tätig ist, kennt die Bedürfnisse, die Unternehmer an ihre IT-Teams stellen. 

Fachinformatiker müssen keine eierlegende Wollmilchsau sein

Diesen Bedürfnissen trage die IHK mit der Neuordnung Rechnung, sagt er. Der Fachinformatiker könne sich heutzutage nicht mehr als Eierlegende Wollmilchsau, der - überspitzt gesagt - von der Druckerinstallation bis zur App-Entwicklung alles beherrschen muss. “Der Fachinformatiker muss ein Spezialist auf seinem Gebiet sein”, sagt Bökelmann. Und die AI-Gruppe braucht als führender Spezialist für hard- und softwarebasierte Sensoriksysteme Nerds für die digitale Vernetzung. Deshalb wird Max Siebert nicht der letzte Azubi sein, den die AI-Gruppe zum Fachinformatiker für Digitale Vernetzung ausbildet.

Auszubildender Maximilian Siebert sitzt vor einem Computer und denkt über die passende Vernetzung nach.
Maximilian Siebert wird Fachinformatiker für Digitale Vernetzung. Schon heute kümmert er sich bei der AI-Gruppe um das Thema. Foto: AI-Gruppe