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AI-Gruppe vertraut auf 1G

|   Gruppe.ai

Die Corona-Fallzahlen beunruhigen auch das Team der AI-Gruppe. Deswegen hat sich die Geschäftsführung entschieden, ausnahmslos auf 1G zu setzen: Jeder persönliche Kontakt setzt einen gültigen Corona-Test voraus.

Freitagabend fiel am Husemannplatz 5a in Bochum die weitreichende Entscheidung zur 1G-Regelung: Alle, die die Büros und Labore der AI-Gruppe betreten, müssen sich testen lassen — unabhängig vom Impfstatus oder einer genesenen Corona-Erkrankung. In die viel diskutierte Entscheidung der Geschäftsführung flossen mehrere Faktoren ein, die sowohl auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, als auch auf  “weicheren” Faktoren wie den Datenschutz und das Vertrauen innerhalb des Unternehmens.

“Unser wichtigster Punkt: Corona verschwindet nicht durch eine Impfung oder Erkrankung”, sagt COO Stephan Bökelmann (E-Mail | Linkedin). Diese beiden “G” schützen lediglich den überwiegenden Teil der Bevölkerung vor einer schwerwiegenden Erkrankung. Das dritte “G” sei aber in der Lage, die massiven Corona-Ausbrüche wirksam einzudämmen. Und zwar durch zwei einfache Maßnahmen: Testen und Quarantäne.

1G als wirksame Waffe gegen Corona

Corona kann durch die konsequente Anwendung von 1G seinen Schrecken verlieren, ist die Geschäftsführung überzeugt. “Die vergangenen Tage haben uns sehr deutlich und schmerzhaft vorgeführt, dass 2G und 3G stumpfe Schwerter im Kampf gegen Corona sind”, betont der COO. Denn 2G wiege die Menschen in falscher Sicherheit. Sowohl in den sozialen als auch den klassischen Medien konnte der Eindruck entstehen, dass Geimpfte und Genesene gefühlt unbesiegbar seien. Der Fakt, dass beide Bevölkerungsgruppen weiterhin Überträger des Covid-19-Virus sein können, kam bei vielen einfach nicht ausreichend an.  

Katastrophal sei es deshalb gewesen, dass die Bundesregierung die kostenlosen Bürger Tests abgeschafft hat. “Die überfüllten Krankenhäuser sind die Quittung”, kritisiert Stephan Bökelmann. Dass die Politik jüngst zurückgerudert ist, unterstreiche diese Fehlentscheidung. 

“Gesundheitsdaten gehen den Arbeitgeber nichts an!”

Stephan Bökelmann kritisiert, dass Unternehmer durch politische Entscheidungen in Rollen gedrängt werden, in denen sie nichts zu suchen haben. “Wir sind absolut dagegen, dass ein Arbeitnehmer irgendwelche Gesundheitsdaten vor seinem Arbeitgeber offenlegen muss”, betont Bökelmann. Es gibt keinen Grund für die AI-Gruppe etwas über den Impfstatus oder Details über eine Erkrankung des Teams zu wissen. “Die Entscheidung, dass Gesundheit zum privaten Bereich gehört, darf durch Corona in keinster Form aufgeweicht werden”, unterstreicht Stephan Bökelmann. Dabei sieht er nicht nur den Impfstatus als schützenswerte Info, sondern jegliches Detail. “Wenn du nach dem Test zusammen auf das Ergebnis wartest, kannst du dich ja nicht anschweigen. Und wie schnell geht der Small Talk in Richtung ‘Und, sonst alles gesund?’” Das müsse konsequent unterbunden werden. 

Tests auf hierarchisch gleicher Ebene 

Als Arbeitgeber werden Stephan Bökelmann und Odin Holmes nur eine untergeordnete Rolle im 1G-Verfahren übernehmen. “Wir bezahlen die Tests”, fasst Stephan Bökelmann die Aufgabe der Führungsebene zusammen. In den nächsten Tagen werden mehrere Mitarbeiter die erforderlichen Schulungen absolvieren, um zertifiziert die Tests für Besucher und Teams anzubieten. “Uns ist wichtig, dass die Kontrollen von Vertrauensleuten auf gleicher hierarchischer Ebene stattfinden”, sagt Stephan Bökelmann. So versucht das Unternehmen zu verhindern, dass Daten in die “falschen Hände” geraten. “Niemand sollte bei einer Planung im Hinterkopf haben ‘der ist geimpft, der ist nicht geimpft, der fällt eher aus, deswegen plane ich ihn anders ein.” 

1G verhindert nach Ansicht der AI-Gruppe daher Ungleichheit und Diskriminierung:  “Wir machen keinen Unterschied zwischen den 3 G”, sagt Bökelmann. Wer kommt, wird getestet. “Geimpfte und Genesene verlieren dadurch zehn Minuten, aber das wars.” Durch die Zertifizierung der testenden Personen ist der Test außerhalb der Unternehmensgruppe gültig und kann dadurch in vielen Lebenslagen helfen. “Vielleicht möchte jemand seinen Gesundheitsstatus nicht unbedingt im Kino oder der Kneipe bekannt geben.” 

Rapid-Gentests unterbrechen Infektionsketten

Totale Sicherheit böten die Tests aber nicht. “Rapid-Antigentests sind nicht der Goldstandard”, sagt Stephan Bökelmann. Aber sie sind eine sinnvolle Möglichkeit, infektiöse Mitarbeiter zu erkennen und in Quarantäne zu schicken. “So können wir die Sicherheit der Mitarbeiter und die Einsatzfähigkeit des Unternehmens gut miteinander vereinbaren”, sagt Stephan Bökelmann. Die einzige Chance im Kampf gegen Corona sei es, die Infektionsketten zu unterbrechen.  

Deswegen gilt bei der AI-Gruppe jetzt 1G. Unabhängig des Impfstatus. “Wir begrüßen es, dass sich jeder, der sich impfen lassen möchte, sich impfen lassen kann. Wir haben jeden Mitarbeiter dazu ermutigt, das Gespräch mit dem eigenen Hausarzt zu suchen. Alles weitere liegt in deren Händen”, sagt Stephan Bökelmann.